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Fuerte Fan Magazin — das deutschsprachige Urlaubsmagazin für Fuerteventura

Fuerteventura Spezial-Report

DER NORDWESTEN
mit El Cotillo, Lajares, El Roque, Majanicho

Fuerte Fan Magazin — das deutschsprachige Urlaubsmagazin für Fuerteventura


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Karte Fuerteventura Nord

Diese Route, Lajares, El Roque und El Cotillo, ist das Ausflugsziel vieler Einheimischer und Residenten. Warum bloß, fragt man sich als Tourist, wenn man im Mietwagen oder Krad diese Gegend durchfährt?

Kahle Berge, “angefressene” Vulkankrater, endlose Steinwüsten, verfallene Trockenmauern, öde Geröll- und Sandsteppen mit grünlichen Kameldorngewächsen, seltsame Sandabraumhalden mitten im Land, leere Terrassenfelder, staubige Ruinen, Minidörfer, ausgedehnte Ödflächen und dann --- ein gleißender Silberstreifen am Horizont. Der Atlantik an der Westküste von Fuerteventura. Dort sollen zahlreiche, zauberhafte Badebuchten sein. Aber ist hier denn noch mehr zu entdecken?

Also erst einmal hinein in eine der vielen Bars und den Artikel lesen, denn eine Gegend sieht anders aus, wenn man darüber schon Näheres weiß.

Beim Verlassen des inselweit zweitgrößten Urlaubszentrums Corralejo befindet man sich im sogenannten schlechten Land, dem "Mal Pais" der Nordvulkane. Rechts und links der Straße Millionen von Steinen, teils mit Stein- und Moosflechten überzogen, die bei den Vulkanausbrüchen vor ca. 40.000 Jahren herausgeschleudert wurden. Eine ganze Kette von Vulkanen liegt rechter Hand, und das letzte Glied hiervon ist die Insel Lobos mit dem Caldera-Krater. 

Vor den sieben Hauptkratern liegen die "Hornitos", kleine Babyvulkane.
Der schönste Krater, kreisrund und 75 Meter tief, ist der Calderón Hondo.

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LOS LAJARES

In Lajares beginnt einer der vielen "Camino Reales", die kürzesten Verbindungen zweier Orte, hier nach Corralejo. Diesen hat die Inselregierung als ersten renoviert und dann zum öffentlichen Wanderweg ,"Sendero Turístico", deklariert.
Vor zehn Jahren habe ich begonnen, diese alten Wege aufzuspüren, habe bislang 28 Routen zusammengestellt und biete drei geführte Wandertouren, auch durch diese Vulkane im Norden an, ganz einfach zu buchen bei Ihrer Reiseleitung. 

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Wir biegen nun nach rechts in Richtung Lajares ab. Und stellen Sie sich vor, mit dieser Straße folgen wir der ehemaligen Nordküste, die sich entlang unserer drei Ortschaften bis zu den Dünen von Corralejo mit den Hotels Oliva Beach und Tres Islas zog. Deshalb also die hellen Hügel, die Dünenlandschaft mitten im Inselinneren und die Sandabraum- halden neben der Straße.
Dann brachen damals die Vulkane aus dem Meer und vergrößerten die Insel um 
ca. 100 Quadratkilometer. 
Ein gutes Nebenprodukt der Kombination von heißer Lava und kaltem Meerwasser ist der Picón oder Lapilli, ein kleiner schwarzer oder roter Stein, der in den Gärten und auf den Feldern beim Bewässern hilft und hier auch abgebaut wird. Er saugt sich nachts mit der Luftfeuchtigkeit voll, um sie dann an die Erde abzugeben.

Links kann man nun, wie vielerorts auf der Insel, Terrassenfelder (Gavias) erkennen, auf welchen in guten Regenjahren soviel Getreide angebaut werden konnte, dass Fuerteventura die Kornkammer der Kanaren genannt wurde. Überragt wird die Landschaft vom Montaña Arena, dem mit 4000 Jahren jüngsten Vulkan, der sogar drei Krater vorweisen kann. Seine Lavaflüsse lassen sich noch in und um Los Lajares gut vom älteren Land unterscheiden. 
Der hohe Vulkan nördlich vom Dorf Villaverde heißt Montaña Escanfraga. Er hat einen über 600 Meter langen Tunnel nach Norden hin geschaffen, in dem einige der wichtigsten archäologischen Funde der Insel gemacht wurden. Über einer der Einbruchstellen der Tunneldecke wird gerade von der Inselregierung ein Besucherzentrum gebaut. 

Das Dorf Los Lajares wurde schon im 18. Jahrhundert in den Abgabebüchern der Gemeindehauptstadt La Oliva erwähnt. Es liegt in einer Senke ohne direkten Abfluss zum Meer, denn dieser wurde bei den Ausbrüchen der Nordvulkane verstopft, deshalb kann das Regenwasser tief einsickern und Landwirtschaft betrieben werden. 
Noch heute sieht man die Aljibe, die mit flachen Steinen, den "Lajas", abgedeckten Wassersammelbecken bei alten Häusern.
Von diesen "Lajas" ist auch der Name des Ortes abgeleitet, da es hier sehr viele dieser Steine gibt. Man unterscheidet auf der Insel verschiedene Formen der Wassersammelbecken: zum einen die "Maretas", die klein und offen, zum anderen die "Presas secas", die groß und offen sind. Tiefbrunnen werden hier "Pozos" genannt. 
So profitierte man geschickt von allen Möglichkeiten, das kostbare Nass zu speichern und längere Zeit nach den spärlichen Regenfällen zu nutzen.

Doch manchmal geschieht des Guten auch zuviel. Der letzte unheilvolle Regen am 
21. September 1984 wird wohl immer in Erinnerung bleiben. Die Tochter der Besitzerin der ältesten Stickereischule weiß noch heute genau die Uhrzeit. Es war 13:30 Uhr, als dieser starke Regen mit Hagel einsetzte, die ca. ein Meter hohe Flutwelle die Straße herunter rollte und das ganze Dorf innerhalb kürzester Zeit in einen See verwandelte. Aus einem umgestürzten Auto konnten sich drei Personen zum Glück gerade noch schwimmend retten. Im eigenen Haus schwammen die Betten, Schränke und Stühle umher. Ihr Vater konnte durch Einreißen einer Hauswand ein schlimmeres Unglück gerade noch verhindern. Drei Tage und Nächte bahnte sich der Fluss den Weg durch das Haus.

Den Lebensunterhalt verdiente man sich durch Landwirtschaft und Viehzucht und 
fast jede Familie hatte ihr eigenes Dromedar. Die Älteren können sich an Zeiten mit bis zu 250 Tieren im Dorf erinnern.
Man erblickt Ruinen, erbaut in der Trockenbaumethode, einer Baukunst, die nur noch sehr wenige Einheimische auf Fuerteventura beherrschen. Dabei wurden die aus den Feldern herausgerodeten Steine so kunstvoll übereinander geschichtet, dass keine zusätzlichen Bindemittel wie Mörtel oder Schlamm für die Stabilität der Mauern sorgen mussten.

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Heute trennen diese Trockenmauern immer noch die Grundstücke zum Nachbarn und schützen den Mutterboden vor den Passatwinden.

Wir kommen nun am Restaurant "Pinchito", das leckere Gerichte mit Ziegenfleisch anbietet, vorbei und sehen die "Plaza", den Dorfplatz, den jedes Dorf für Feste und allgemeine Treffs nutzt. Ebenso hat der Ort seinen eigenen Schutzheiligen, wie jeder andere Ort auf der Insel auch. In Lajares ist es der "San Antonio de Padua", dessen Statue in der Ermita, der einschiffigen Kapelle im oberen Dorfteil (bei der Casa de Arriba), steht. Er hält in der rechten Hand die Schwertlilie, das Symbol der Enthaltsamkeit, und in der Linken das Jesuskind auf einem aufgeschlagenen Buch.
Man vermutet die Erbauung im 18. Jahrhundert und das Gebäude wurde 1985 offiziell als "BIC", als “Kulturgut von besonderem Interesse”, deklariert.

Auf den hier sehr typischen Dorffesten, mit Prozession zur Verehrung des Schutzheiligen, kann man traditionelle Trachten bewundern, einheimische Musik hören und bis zum frühen Morgen tanzen.

Gegenüber dem Dorfplatz bekommen die beiden restaurierten Mühlentypen, stumme Zeugen der ehemaligen landwirtschaftlichen Bedeutung, ihre Anerkennung. Zum einen "El Molino", die männliche Mühle als steinerner Rundbau mit Holzdach und vier oder sechs Holzflügeln. Diese Form stammt aus der kastilischen "La Mancha", bekannt durch Cervantes Roman "Don Quijote". Die südspanischen Siedler brachten sie damals mit. Die "La Molina", die weibliche Mühle, stammt aus La Palma, entwickelt Ende des 
19. Jahrhundert. Sie ist technisch ausgereifter, mahlt feiner und braucht nicht so viel Wind. Die Mühlen nennt man auch "Gofiomühlen", da sie vor allem dem Mahlen des gerösteten Korns, des Gofio, einem der Hauptnahrungsmittel diente. 

Auch die Mühlen sind ausgeschrieben als "BIC", Bien de Interés Cultural, Kulturgut von besonderem Interesse. Sie gehören zu der "Ruta de los Molinos", einer Mühlenstraße, die von der Inselregierung propagiert wird und im sogenannten Mühlen- Interpretationszentrum in Tiscamanita anschaulich dokumentiert ist.

Nachdem die Mühlen und die Kirche besichtigt wurden, ist die berühmte Stickereischule der Señora Hernández ein lohnenswertes Ziel. Der angegliederte, wohl bekannteste Kunsthandwerksladen Fuerteventuras bietet außer Stickereiarbeiten auch viele weitere typische Inselprodukte. 

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Um nach dem spanischen Bürgerkrieg das Stickereihandwerk im Norden der Insel vor dem drohenden Untergang zu bewahren, gründete sie 1957 die Stickereischule, welche für die Frauen hier auf dem Land die einzige Möglichkeit bedeutete, etwas dazu zu verdienen. Sie versuchte damals auf Gran Canaria, das seinerzeit nur mit dem Schiff erreichbar war, die in ihrem Dorf gestickten Handarbeiten zu verkaufen.
Zwei Sticktechniken sind für Fuerteventura traditionell typisch: der "Bordado", eine Reliefstickerei und die teurere "Calado", eine Art Durchbruch- oder auch Hohlsaumstickerei. In der Stickereischule kann man den Frauen bei ihrer kunstfertigen Arbeit zuschauen.

EL ROQUE

Das nächste Dorf taucht auf: El Roque, auf einem Felsen gelegen, 30 m über dem Meeresspiegel.
An der Hauptstraße lädt das hübsche Tapas-Lokal („tapas“ = kleine Tellergerichte) 
"La Higuera" zu einer kurzen Rast ein.
In der Ortschaft fallen einem auf Anhieb die schmalen Gassen und die verschachtelten, in Trockenbaumethode erstellten Häuser auf. Hübsch anzusehen mit ihren Blumenpergolas und den kleinen Gärtchen, die in Felsmulden liegen. Eigentlich möchte man gar nicht stören. 
Runde Dreschplätze, im Winter nach den spärlichen Regenfällen von Margeriten betupft, Feigenbäume, alte Aljibes und Reste von Kalkbrennöfen bilden das Ambiente in dem Örtchen, und dahinter schweift der Blick über die Felder bis hin zum Horizont, wo die Westküste zu sehen ist. Hunde und Katzen vervollständigen das Dorfidyll.

Seit einigen Jahren gibt es auch eine Kirche. Eine Bewohnerin von El Roque brachte damals einen sehr kranken Jungen zur Welt. Sie betete zu Gott, bat ihn, das Kind leben zu lassen und gab dem kranken Kind die Figur einer Schutzheiligen in die Hand, die der Junge auch tapfer fest hielt. Drei Tage später war Besserung in Sicht und das Kind überlebte. Als Dank spendete die Mutter den Bauplatz für eine Kirche hier in El Roque und dazu einen Schutzheiligen. Das Dorf und die Gemeinde übernahmen den Bau der Ermita, der kleinen Kapelle.
Früher kam die „Jungfrau der Guten Reise“, die Schutzheilige von El Cotillo, an ihrem Festtag auch in El Roque vorbei. Da aber jetzt auch hier ein Schutzheiliger, "Martin de Porres", ansässig ist, besuchen sich die Heiligen abwechselnd von Jahr zu Jahr.

EL COTILLO

El Roque, Tostón und nun El Cotillo sind die Namen für das Fischerdorf, das wirklich noch eines ist. Leonardi Torriani schrieb schon 1592 über “Puerto de Tostón Cala“ und der Portugiese Caspar Frutoso erwähnte 1598 den Namen „Porto de Roque“. Das Dorf liegt im äußersten Nord-Westen, an der alten Küstenlinie von Fuerteventura. Teile sind errichtet auf den Lava-Ausläufern der Nordvulkane, die unsere Insel um ca. 100 Quadratkilometer vergrößert hatten. 

Im Norden, an der sogenannten „Walfischlandzunge“, liegen die zauberhaften, weißen Sandbuchten aus feinstem Muschelkalk, die so herrlich kontrastieren mit der schwarzen Lava und dem türkis-blau-grünen Meer. An der Nordküste, Richtung Majanicho, verläuft die Küstenschotterpiste, die nur mit dem Jeep befahren werden sollte. Auch bei Majanicho stranden beinahe jedes Jahr Wale, der größte vor etwa anderthalb Jahren hatte eine Länge von 21 m. Das Gebiet ist das "Mal Pais", das “schlechte Land“ von Mascona, wo Archäologen viele Spuren der Vorfahren gefunden haben. Höhlen, Ziegenkraale, Beerdigungsstätten, "Casas Hondas" (tiefliegende, runde Behausungen), Dörfchen, Ritualplätze, Hirtenunterkünfte, Muschelhaufen, Keramiken und Trockenmaueranlagen. Es existiert eine Karte von allen Fundstätten auf Fuerteventura, herausgegeben von der Inselregierung und erhältlich in jedem insularen Fremdenverkehrsbüro.

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Viele Pflanzen, welche speziell die Meeresbrise zum Leben brauchen, werden sie entdecken. Richtung Süden, hinter der Ebene, erblickt das Auge die schon erwähnte Mühle "El Molino" und dann, auf der vom Meer abgetragenen Bergflanke, der "Ladera de la Manta", eine Bergkette mit etwa acht Erhebungen zwischen 150 und 300 Metern, die im Licht der nachmittäglichen Sonne mit ihren eingeschnittenen „Barrancos“ (Schluchten) wie Kupferstiche aussehen. Durch diese Berge führt quer die alte Straße von El Cotillo über El Roque nach La Oliva. Eine schöne, beliebte Wanderstrecke.

Am Meer finden Sie hier lange Strände, bei guten Surfern beliebt, flankiert von Steilklippen mit fast 40 m Höhe.

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Unmittelbar an der Mündung des Barranco Esquinzo liegt die jetzt verwaiste ehemalige meteorologische Station "La Taca".
Vielleicht haben sie Glück und finden die Treppe zu einem der langen, einsamen Sandstrände hier an der Küste, aber Vorsicht beim Schwimmen!

Direkt südlich des Dorfes befindet sich der Strand der „Cueva de Aljibe“, des Höhlenwasserbeckens. Giftgrüne Pflanzen fallen sofort ins Auge, zwischen denen man interessante Fossilien wie die Napfschnecken-Arten „Rothplezia Rudista“ und „Strombus Coronatus“ aus dem Pleistozän gefunden hat.

El Tostón war früher einer der drei wichtigsten Handels- und Marinehäfen der Insel. Zwei Hafeneinfahrten erlaubten zu jeder Wetterlage ein sicheres Einlaufen.
Ausgeführt wurde hauptsächlich gebrannter Kalk. Drei restaurierte Kalkbrennöfen stehen noch heute hier im Hafengebiet. 
Die Orchillaflechte (als Rohstoff zur Herstellung von rotem Farbstoff), die Barilla (Sodapflanze) und Getreide wurden ebenfalls hier umgeschlagen.

Aus alten Schriften seit dem Jahre 1593 (ältere Aufzeichnungen wurden beim großen Überfall durch den Seeräuber Xavan Araes auf Betancuria zerstört) geht hervor, dass über diesen Hafen auch Häute, Dromedare, Pflanzen, andere Beutegüter und auch Sklaven aus Afrika eingeführt wurden. Als dann im 19. Jahrhundert die Handelsaktivitäten immer mehr nach Puerto de Cabra, dem heutigen Puerto del Rosario, verlagert wurden, verließen die meisten Bewohner den Ort, der dann immer mehr an Bedeutung verlor.

Schon im Jahre 1587 wurde Leonardo Torriani vom damaligen König Felipe II. auf die Kanaren geschickt, um einen Ring von Verteidigungsanlagen zu planen. Die vorgelagerten Felsklippen machten den Hafen El Tostón für Ortsunkundige zwar schwer zugänglich, aber nach verschiedenen Landungsversuchen und Überfällen der englischen Korsaren um 1740 herum wurde auch hier, wie in Costa Caleta (Caleta de Fustes), eine Festung errichtet, und zwar durch den damaligen Militärkommandanten der kanarischen Inseln, Andreas Bonito de Pignatelly. In diesem Kastell in der Nähe des neuen Hafens vom heutigen El Cotillo finden Ausstellungen statt, die täglich, außer sonntags, geöffnet sind. 

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Schräg gegenüber dem Piratenturm erhebt sich der schwarze Basaltfelsen "El Roque de la Mar" aus dem Meer, der seit einigen Jahren durch eine massive Betonbarriere mit dem Festland verbunden ist, um den neuen, kleinen Yacht- und Fischereihafen vor schwerer See zu schützen. Vor fünf Jahren gab es dennoch ein so schweres Unwetter, dass trotz der Barriere einige Boote weggerissen und zerstört wurden. In verschiedenen umliegenden Restaurants zeigen uns Fotos dieses Ereignis.

Der Platz des Kastells ist vielleicht sogar die Stelle, wo schon die Inseleroberer Jean de Bethancourt und Gadifer de la Salle damals das primitive Kastell "Riche Roque“ errichtet hatten. Den Namen trägt der Wehrturm noch heute, obwohl er offiziell getauft wurde auf den Namen TORRE DE NUESTRA SEÑORA DEL PILAR Y SAN MIGUEL.


El Cotillo ist mit zunehmendem Fremdenverkehr auch gewachsen. Es gibt viele Fischrestaurants, wo Sie den frischen Fisch mit den berühmten "papas arrugadas“ und der herrlichen "Mojo“-Sauce genießen können. Außerdem gibt es etliche Cafés, Bars und einige Läden und Supermärkte. 

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Von vielen Stellen aus können Sie fast täglich sehr stimmungsvolle Sonnenuntergänge genießen, und wenn Sie die Stelle finden sollten, bewundern Sie den riesigen runden, rollenden Basaltstein, der sich nur bei schwerer See in seinem Felsbett bewegt.
Einige Appartementanlagen etwas nördlich nehmen die Gäste auf, und dort, wo das alte Haus der legendären "Mama Maria" stand, befindet sich heute das kleine 2-Sterne-Hotel „Maria Hierro“. Mama Maria erhielt 1983 für ihre Verdienste im Tourismus eine Goldmedaille. Vor 60 Jahren schon richtete sie in ihrem Wohnzimmer das erste “Restaurant“ der Insel ein, wo dann auch die ersten Touristen vor 30 Jahren Rast machten, ebenfalls in ihrem Wohnraum. Jeden Tag kochte sie das gleiche Essen, Jahr für Jahr, Suppe, Fischeintopf und dazu das echte "Gofio".

Der Ortskern von El Cotillo gruppiert sich um das Hafengebiet, relativ geschützt durch eine riesige Klippe auf der einen Seite, auf der jedes Jahr von neuem der Name der hiesigen Schutzheiligen „Nuestra Señora de Buen Viaje“ frisch aufgemalt wird, der Schutzheiligen der guten Reise. Früher hatten alle Einwohner des Dorfes, die in die Fremde ausgewandert waren, versucht, zum jährlichen Dorffest nach Hause zu kommen, und, wie sich die Älteren erinnern, hatten die „patrones“, die Kapitäne, das Festgeld für Musik, Tanz und Essen ganz schön locker sitzen. 

Die Statue der Schutzpatronin wird in der kleinen Kapelle etwas außerhalb des Dorfes aufbewahrt. Sie wurde gegründet von Capitán und Sargento Mayor Sebastian Trujillo Ruiz gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Sie hat ein Kirchenschiff, eine kleine Sakristei und draußen einen Aufsatz für die Glocke. Einziger äußerer Schmuck sind die dunklen Basaltsteine als Umrahmung der Kirchentür. Auch diese Kapelle steht auf der Liste der "BIC" als Kulturgut von besonderen Wert (seit 1985).

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Die Fiesta von El Cotillo gehört zu den schönsten und beliebtesten, denn die Prozession ist sowohl zu Land als auch zu Wasser zu bewundern. Das Fest findet immer in der letzten Augustwoche statt und dauert insgesamt mehr als eine Woche. Die interessantesten Eindrücke bieten sich Ihnen immer am Wochenende. Wettkämpfe, Spiele, Musik, kulturelle Veranstaltungen für Jung und Alt, ein köstliches, kostenloses Fischessen, "ASADERO", und natürlich der Höhepunkt, der Festumzug, die "Romería", umfassen das Programm. Jedes zweite Jahr wird die Heiligen-Figur auch nach El Roque getragen. Schlussakt ist das große Feuerwerk. 
Fragen sie in Ihrer Hotelrezeption einfach nach dem genauen Programmablauf, fahren sie hin und genießen sie Fuerteventura „pur“!

Nach den Festakten ist es um so erholsamer, wenn man dann nördlich zum Fischerdorf rausfährt und dort an der Nord-Westküste die wilde, zerrissene, felsige Lagunen- landschaft genießen kann. Herrliche kleine Badebuchten mit fast schneeweißem Strandsand bilden dort das touristische Juwel von El Cotillo. Die Bilder in unserem Artikel sprechen wohl für sich!

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Eine Kuriosität kann man sich unweit der Strände auch noch ansehen: die drei Leuchttürme unterschiedlicher Baujahre "FARO DE TOSTÓN“, alle am selben Platz, an der „Punta Ballena“. Der erste Leuchtturm, 11 Meter über dem Meeresniveau (sechs Meter über der Erde) wurde eingeweiht im Jahr 1897. Das Gebäude, wo der Leuchtturmwärter wohnt, ist rechteckig und der Turm wurde an die Ecke des Geländes gesetzt, was sonst bei keinem anderen Turm vorkommt. Durch die geringe Leuchtfeuerhöhe gab es bei schwerem Wetter Sichtprobleme und man baute 1963 einen höheren, achteckigen Turm von 13,5 Metern an die Rückseite des Wohngebäudes. 1986 wurde dann der 37 Meter hohe, runde, moderne Leuchtturm in Betrieb genommen. 
Die Leuchtfeuer dieses Turms werden durch gespeicherte Solarenergie erzeugt.

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Das, liebe Gäste, war eine Ausflugsfahrt in den Nordwesten unserer Insel, denn Fuerteventura hat mehr als Sonne, Strand und Meer zu bieten. 
Schöne Tage noch auf unserer Wüsten- und Ziegeninsel und genießen Sie unser sauberes Wasser, die saubere Luft und die tollen Sandstrände!

 

 

 

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